Drawback, RECOF und Zolllager: die Ersparnis, die die meisten liegen lassen
Abgaben auf Vormaterial für den Export auszusetzen oder auf null zu setzen ist legal, planbar und wenig genutzt. Wir erklären jedes Regime und für wen es sinnvoll ist.

Jedes Unternehmen, das Vormaterial einführt und Fertigware ausführt, sollte die zollrechtlichen Sonderregime kennen. Dennoch nutzt sie nur ein kleiner Teil, meist aus Furcht vor dem Verwaltungsaufwand. Mit Planung und Kontrolle geht der Gewinn direkt in die Marge.
Drawback
Setzt Einfuhrzoll, IPI, PIS und Cofins bei der Einfuhr und in bestimmten Fällen die Landessteuer für Vormaterial aus oder befreit davon, sofern es in ausgeführte Erzeugnisse eingeht. Bei der Aussetzung führt das Unternehmen zollfrei ein und weist die Ausfuhr fristgerecht nach. Bei der Befreiung füllt es den Bestand an Vormaterial wieder auf, das bereits in früheren Ausfuhren verwendet wurde. Erforderlich sind Verbrauchskontrolle je Produkt und Disziplin bei den Fristen des Bewilligungsakts.
RECOF
Für Industrien mit relevantem Volumen: Einfuhr und Inlandsbeschaffung unter Aussetzung der Abgaben, Verarbeitung und Abgabe eines Teils an den Inlandsmarkt mit Zahlung erst beim Ausgang. Verlangt ein integriertes Kontrollsystem und Prüfung, bietet aber den größten Liquiditätsvorteil unter diesen Regimen.
Zolllager
Erlaubt die Lagerung eingeführter Ware unter Aussetzung der Abgaben bis zur Überführung in den freien Verkehr, in Teilmengen. Das ideale Instrument für alle, die Bestand in Brasilien brauchen, ohne die Steuerzahlung vorzuziehen, oder die in andere südamerikanische Länder verteilen.
Vorübergehende Verwendung
Für Maschinen, Prüfgeräte, Messen und Projekte mit definierter Dauer erlaubt sie die Einfuhr mit vollständiger oder anteiliger Aussetzung der Abgaben.
Für wen sich was eignet: Unternehmen mit wiederkehrendem Export (Drawback), Industrien oberhalb der geforderten Umsatzschwelle (RECOF), Distributoren mit importiertem Lagerbestand (Zolllager) und zeitlich befristete Projekte (vorübergehende Verwendung).
Was Ärger vermeidet
Ein schlecht kontrolliertes Sonderregime endet in einer Nachforderung. Kritisch sind Bestandskontrolle je Partie, der Nachweis der Ausfuhr und die Einhaltung der Fristen. Deshalb behandeln wir das Regime als Teil der logistischen Operation, mit derselben Sorgfalt wie eine Verladung, und nicht als separates Thema der Buchhaltung.



